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Wo ist meine Energie geblieben?

Jeder Mensch hat genug Energie. Die Frage ist nur, wofür er sie einsetzt. 

Wir alle kennen diese Tage: Wir fühlen uns ausgepowert, geradezu plattgedrückt und eigentlich am Morgen schon wieder reif fürs Bett. – Wenn Du Deine letzte E-Mail des Tages um 23:59 Uhr schreibst und am nächsten Morgen um 6:00 Uhr bereits wieder der Wecker klingelt, ist offensichtlich, dass da verschwenderisch mit der eigenen Energie umgegangen wird. So klar ist das aber eher selten; meist fragen wir uns vielmehr, woran das bitte (schon wieder) liegt; uns fällt kein erkennbarer Grund ein, es scheint eigentlich alles in Ordnung zu sein.

Das Problem ist, dass sich die Energiefresser sehr oft unter der Oberfläche befinden, im Unsichtbaren und Unbewussten. Wir haben auf den Urlaub gesetzt und begreifen nicht, warum wir danach noch (fast) genauso durch sind wie vorher. Wir suchen schlichtweg an der falschen Stelle nach den Energieräubern und können sie so freilich nicht finden – was nicht heißen soll, dass genug Urlaub nicht wichtig wäre. Ausreichend Regeneration ist unabdingbar für ein gesundes Leben. Nur bringt das nicht viel, wenn in uns die Energievampire weiterhin aktiv sind. Ein klassisches Beispiel ist das Nicht-Abschalten-Können nach Feierabend. 
Die Ursachen für diesen unterschwelligen Energieverlust aufzudecken, ist auch darum so schwierig, weil in der Regel mehrere Faktoren zusammenwirken. Es mag sich vielleicht belehrend anhören, doch heutzutage verschwenden wir, meist ohne es zu bemerken, eine Menge Zeit – und Energie – in der digitalen Welt. Manche Menschen scheinen in jeder freien Minute nach ihrem Smartphone zu greifen.

Die spezielle Eigenart dieser bösen kleinen Energiefresser besteht darin, dass sie sich sehr gut verstecken können; sie können richtige Chamäleons sein. Und das in doppelter Weise: Sie verbergen sich nicht nur vor uns, vielmehr verstecken wir sie zugleich selbst vor uns, weil sie oft mit dem verbunden sind, was sehr unangenehm ist und weh tut. 

Besonders fatal ist, dass das Wegschauen, das Unterdrücken oft die meiste Energie kostet, als würden wir uns 24 Stunden am Tag anstrengen, den Deckel auf ein Gefäß zu drücken, das kurz vor dem Explodieren ist. Vielleicht wollen wir nicht wahrhaben, dass unsere Beziehung zu Ende ist, reden sie uns schön und leiden innerlich jeden Tag darunter. Vielleicht ist es der Job. Vielleicht ein dummer Streit oder ein Ereignis in der Vergangenheit, das wir einfach nicht loslassen können. Es können auch unsere Schattenseiten sein, die wir an uns nicht mögen und mit aller Kraft vor der Welt zu verheimlichen suchen. Oder etwas anderes. Um dem auf die Schliche zu kommen, braucht es vor allem zwei Dinge: Mut und Ehrlichkeit gegenüber sich selbst.

Geh Deinen Energie-Vampiren auf den Grund und versuche Dir ehrlich die folgende Frage zu beantworten: 

Was kostet mich meiner Meinung nach (im Moment) die meiste Energie?

Bleibe dabei nicht bei dem stehen, was Dir spontan einfällt, sondern versuche tiefer zu gehen. Frage Dich immer wieder: Was könnte da noch sein? Durchleuchte Deinen Alltag, Deine Gewohnheiten, Deine Beziehungen.
Versuche Dich außerdem im Alltag zu beobachten: Mit welcher Energie wachst Du morgens auf? Wie fühlst Du Dich, wenn Du schlafen gehst? Hast Du über den Tag immer wieder Energieeinbrüche?

Du hast eine konkrete Frage zu diesem Thema oder Dir brennt etwas anderes in den Fingern? – Dann zögere nicht, Dich bei uns zu melden!

Ich freue mich, von Dir zu lesen!

Herzlich, Ariane Wohner

11. April 2022

Und falls Du dem näher auf den Grund gehen willst: In unserem persönlichen Coachingprozess „Selbst-bestimmt statt fremdbestimmt“ gibt es mit dem „Energie-Check“ ein eigenes Modul zu diesem Thema.

Warum will ich mich nicht verändern?

Warum fällt uns Veränderung so schwer? Warum tendieren wir dazu, immer alles so zu lassen, wie es ist, anstatt neue Sachen auszuprobieren, Entschei­dungen zu treffen, die einen Wandel nach sich ziehen, oder einfach mal etwas zu tun, das wir noch nie getan haben?

Die Antwort ist ganz simpel: Wenn wir alles machen wie bisher, wenn wir in dem bleiben, was man „Komfort­zone“ nennt, kann uns (scheinbar) nichts passieren, alles ist vertraut, nichts unbekannt. Mehr noch: Versuchen wir es gar nicht erst, können wir nicht scheitern. Wir schämen uns quasi schon im Voraus für das, was wir nicht geschafft haben werden – also lassen wir es lieber gleich. Oder wir verschieben das Projekt unter der Überschrift „Wenn …, dann …“ auf unbestimmte Zeit. Tritt das „Wenn“ nicht ein, ist es nicht unsere Schuld, dass wir uns nicht vom Fleck bewegt haben. 

Menschen neigen ganz allgemein dazu, das zu vermeiden, was unangenehm, anstrengend, schmerzhaft ist – oder sein könnte. Sein könnte! Denn oft sind die Dinge in unserer Vorstellung sehr viel schlimmer als in der Wirklichkeit – das betrifft nicht zuletzt das Thema Veränderung. Manches wird nämlich erst in unserer Phantasie schrecklich oder bedrohlich. Wir leiden nicht an der Realität oder unseren anstehenden Aufgaben, sondern an unseren Vorstellungen darüber. Wir gehen der Veränderung nur aufgrund unserer Gedanken­konstrukte aus dem Weg.

Eine Gefahr besteht außerdem darin, dass wir, selbst wenn wir wissen, wo wir hinwollen und was wir dafür tun müssten, die Veränderung am Ende doch nicht wagen, weil wir Angst vor den möglichen Reaktionen der anderen haben – natürlich ein weiteres Produkt unseres Kopfes. Dann tauchen Gedanken und Fragen auf wie: Die kennen mich ja nur so. Wenn ich jetzt plötzlich XYZ tue, halten sie mich bestimmt für egoistisch. Vielleicht verliere ich sogar Freunde? Oder mein Partner verlässt mich, weil er nicht mit meinem neuen Ich zurecht­kommt? 

Die Angst vor dem Neuen, das Vermeiden von Veränderung kann dazu führen, in einer einzigen Wiederholungs­schleife zu leben, in der wir uns allerdings relativ wohlfühlen. – Denn so haben wir scheinbar alles unter Kontrolle. Denken wir an Veränderung, fühlen wir uns hingegen verunsichert, hilflos oder gar ausgeliefert. Und fahren die Kontrollprogramme darum noch mehr hoch. Wir scheuen uns vor Veränderungen jeglicher Art und lassen alles beim Alten. Wir warten darauf, dass andere uns die Entscheidung abnehmen oder optimieren lieber das, was wir haben, anstatt uns voller Neugierde ins Leben fallen zu lassen. Besonders tragisch ist, dass viele Menschen nicht einmal dann etwas verändern, wenn sie mit ihrer Ist-Situation unglücklich sind. – Das Festhalten an längst kaputten Beziehungen ist hierfür das wohl bekannteste Beispiel.

Ja, wir alle lieben unsere Gewohnheiten, wollen die Kontrolle haben, fühlen uns vor allem im Vertrauten und Bekannten wohl. Selbst dann, wenn es uns eigentlich nicht gut damit geht, bleiben wir in besagter Komfortzone. Das Fremde, das Unbekannte dagegen macht uns Angst. Das Unbekannte ist wohl eine der größten Ängste des Menschen – sogar positive Veränderungen machen uns Angst! Das ist verständlich und menschlich, schließlich wissen wir nicht, was uns erwartet und ob wir dem gewachsen sein werden. Das Unbekannte ist das, worüber der Mensch keine Kontrolle hat, das, womit er nicht umzugehen weiß (oder glaubt, nicht umgehen zu können). Das Unbekannte ist das, was ihm etwas abverlangen könnte, das er noch nie zuvor gemacht hat, das erfordert, einen völlig neuen Weg einzuschlagen.

Das ist an sich gar nicht so schlimm – Gewohnheiten und Komfortzonen sind sogar wichtig, wir brauchen sie für unser Wohlbefinden, unser Gleichgewicht, unsere Sicherheit. Bewegen wir uns aber nie darüber hinaus, leben wir am Leben vorbei. Ist jeder Tag nur eine Reproduktion des vorherigen, versäumen wir das Leben, wir vergeuden es, werfen die Kostbarkeit der Gegenwart weg, versperren uns Spontaneität, Leichtigkeit und Lebendigkeit. Wir nehmen uns die Chance auf ein Leben in echter Fülle und Freiheit, ein Leben, in dem wir Neues entdecken und uns weiterentwickeln. 

Ja, Veränderung macht Angst. Veränderung bedeutet oftmals gegen den Strom zu schwimmen, in eine andere Richtung zu laufen als der Rest. Auch deshalb braucht Veränderung Mut. – Doch dieser Mut lohnt sich, denn (nur) Veränderung ist Leben. 

Stelle Dir zum Thema Veränderung einmal die folgenden Reflexionsfragen:

Was tue ich konkret für meine Weiterentwicklung? bzw. Was könnte ich ab heute dafür tun?

Was brauche ich, damit es mir gut geht? und: Was muss ich möglicherweise in meinem Leben verändern, damit es mir (wieder) gut geht?

Herausforderung oder Katastrophe?Wie reagiere ich, wenn etwas Unvorherge­sehenes passiert? Gerate ich in Stress, Angst oder gar Panik? Oder kann ich mich schnell auf die Veränderung einstellen und neue Handlungsstrategien entwickeln?

Hänge ich emotional noch immer an einem vergangenen Ereignis fest? Gibt es etwas, wofür ich mir (oder jemand anderem) noch nicht verziehen habe? Was möchte ich konkret tun, um mich dem zu stellen und es loszulassen?

Du hast eine Frage oder Rückmeldung zu diesem Thema? – Dann zögere nicht, Dich bei uns zu melden!

Ich freue mich, von Dir zu lesen!

Herzlich, Ariane Wohner

27. April 2022

Und falls Du dem näher auf den Grund gehen willst: In unserem persönlichen Coachingprozess „Selbst-bestimmt statt fremdbestimmt“ gibt es mit „Loslassen oder Festhalten? – Der Umgang mit Veränderung“ ein eigenes Modul zu diesem Thema.

Ein Leben als Roboter

Wir haben den Eindruck, dass immer mehr Menschen wie ferngesteuerte Roboter durch die Gegend rennen. Menschen tun vor allem das, wovon sie glauben, die anderen oder die Gesellschaft würden es von ihnen erwarten; und sie erfolgreicher und beliebter werden. Die Frage „Was will ich wirklich für mich, jenseits gesellschaftlicher Maßstäbe oder Erwartungen anderer?“ hat man sich schon lange, vielleicht niemals gestellt. 

In Bus und Bahn sind diejenigen, die nicht gebannt auf ihr Smartphone starren und/oder Stöpsel in den Ohren haben, die Minderheit. – Dabei ist das nur die Zwischen-Zeit. In der Arbeitszeit hetzt man von einem Termin – oder Zoom-Meeting – zum anderen. Parallel stapeln sich die zu erledigenden Aufgaben auf dem Schreibtisch und das E-Mail-Postfach quillt über; das Handy piept und klingelt – und auf alles will reagiert werden. – Nach dem Abendessen geht es dann mit der Tageschau, mit Netflix und dergleichen weiter. Wir stehen im Alltag unter Dauer­beschuss. Nein, wir setzen uns diesem aus und meinen zugleich, uns dem nicht entziehen zu können. Wir haben keine Wahl – oder doch? 

Den ganzen Tag haben wir das Gefühl, immer mit allem hinterher zu sein. Das Leben ist eine einzige Aneinanderreihung verschiedener „Ich muss“ – von „Ich will“ oder „Ich entscheide mich“ keine Spur. Sicher, es gibt im Arbeitsalltag Dinge, die dringend erledigt werden müssen, Termine und Fristen, die ein­zuhalten sind. Doch auch diese sind oftmals nicht einfach nur ein Ergebnis von Aufschieberitis, sondern von Fremd­bestimmung. Sie sind nur deshalb so dringend geworden, weil wir nicht recht­zeitig selbst über unsere Aufgaben und unsere Zeit bestimmt haben. Deshalb bestimmen Aufgaben und Zeit schließlich über uns. Was das Beantworten von E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten anbelangt: Hier haben wir sowieso immer die Wahl, immer die Möglichkeit, selbst zu ent­scheiden, wann und wie wir reagieren wollen. Wir glauben nur, wir müssten das sofort erledigen, weil der andere ja darauf wartet. Richtig, das ist Fremd­bestimmung! 

Allerdings ist das noch längst nicht alles. Neben den Dingen, die uns beruflich oder privat (persönlich) betreffen, kommen noch solche hinzu, die uns eigentlich wenig bis gar nichts angehen und die wir nur zu unseren eigenen Angelegenheiten machen, indem wir uns permanent damit beschäftigen. Wir lassen etwas, das mit uns überhaupt nichts zu tun hat – und auf das wir keinerlei Einfluss haben –, darüber bestimmen, wie wir uns fühlen, wie wir denken und handeln. Gemeint ist der Umgang mit Social Media und dem Konsum von Nachrichten jeglicher Form, ob das nun die Tageszeitung oder das Heute-Journal ist. Niemals zuvor ist das wohl so deutlich geworden wie in den vergangenen beiden Jahren. Wir fühlen uns dem, was um uns und in der Welt geschieht, hilflos ausgeliefert und übersehen, dass wir stets die Wahl haben, ob wir bei uns bleiben oder uns von pausenlosen Meldungen und Dingen, die wir nicht beeinflussen können, fernsteuern und beunruhigen lassen. 

Das Fatale an der Fremdbestimmung ist außerdem: Sie führt (fast unbemerkt) zu einem Leben im Dauer-Stress. Gestresst zu sein, ist beinahe schon so selbstver­ständlich wie Atmen. Wir bemerken es nicht mehr. Nur endet solch chronischer Stress langfristig immer in psychischen und/oder physischen Krankheiten.

Oft warten wir darauf, dass sich im Außen etwas ändert – dann wird der Stress schon weniger werden. – Das Gegenteil ist der Fall. Die Entwicklung zeigt, dass die Fremdbeeinflussung in jeder Hinsicht nur weiter zunehmen wird. Für unsere Gesundheit und für ein Leben mit echter Lebens­qualität können nur wir allein etwas tun. Wir müssen uns bewusst dafür entscheiden. 

Sei also ehrlich zu Dir selbst und durchleuchte Deine Alltagsgewohnheiten:

Wie gehe ich mit E-Mails, WhatsApp-Nachrichten etc. um? Liegt mein Smartphone in Reichweite? Ist es auf laut gestellt oder nicht? Ist das E-Mail-Postfach stets geöffnet oder habe ich dafür feste Zeitfenster eingeplant?

Wie oft konsumiere ich Social Media und Nachrichten jeglicher Art? – Wie sehr beschäftigen mich diese Informationen im Alltag?

Aktiv oder passiv: Wie stark lasse ich mich von äußeren Einflussfaktoren oder Rahmenbedingungen dominieren? Anders herum gefragt: Wie gut gelingt es mir, selbst die Verantwortung für mein Denken und Handeln zu übernehmen? 

Du hast eine konkrete Frage zu diesem Thema oder möchtest einfach etwas loswerden? – Dann zögere nicht, Dich bei uns zu melden!

Ich freue mich, von Dir zu lesen!

Herzlich, Ariane Wohner

16. Mai 2022

Und falls Du dem näher auf den Grund gehen willst: In unserem persönlichen Coachingprozess „Selbst-bestimmt statt fremdbestimmt“ geht es genau um dieses Thema: Wir helfen Dir dabei, aus der Falle der Fremdbestimmung auszubrechen und zu einem gesunden, selbst-bestimmten Leben zu gelangen.

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